Die Schweizer MWST auf der Rechnung: Sätze, Grenze und Abrechnung
Aktualisiert am 23. Juni 2026
In der Schweiz wird die MWST mit 8.1 % (Normalsatz), 2.6 % (reduzierter Satz) oder 3.8 % (Sondersatz für Beherbergung) verrechnet. Du musst dich für die MWST anmelden, sobald dein Umsatz CHF 100'000 pro Jahr erreicht; darunter darfst du ohne MWST fakturieren. So funktioniert es in der Praxis.
Die geltenden MWST-Sätze
Seit dem 1. Januar 2024 wendet die Schweiz drei MWST-Sätze an: 8.1 % (Normalsatz, für die meisten Waren und Dienstleistungen), 2.6 % (reduzierter Satz) und 3.8 % (Sondersatz für Beherbergung). Auf derselben Rechnung kann jede Position je nach Art der Leistung einen anderen Satz tragen.
- 8.1 % — Normalsatz (die meisten Waren und Dienstleistungen).
- 2.6 % — reduzierter Satz (z. B. Lebensmittel, Bücher, Medikamente).
- 3.8 % — Sondersatz für Beherbergungsleistungen (Hotellerie).
Die Steuerpflicht-Grenze
Du wirst MWST-pflichtig, sobald dein Umsatz innerhalb von 12 Monaten CHF 100'000 erreicht. Unter dieser Grenze fakturierst du ohne MWST und gibst weder einen Satz noch eine MWST-Nummer auf deinen Rechnungen an. Mit dem Überschreiten der Grenze wird die Anmeldung bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) obligatorisch.
Sobald du bei der ESTV angemeldet bist, erhältst du eine UID im MWST-Format (CHE-xxx.xxx.xxx MWST), die du auf deinen Rechnungen aufführen musst.
Zwei Abrechnungsmethoden
Für die MWST-Abrechnung in der Schweiz gibt es zwei Methoden: die effektive Methode und die Saldosteuersatz-Methode (SSS). Bei der ersten weist du die vereinnahmte MWST und die abgezogene Vorsteuer im Detail aus; bei der zweiten wendest du einen pauschalen Branchensatz an. Die Wahl hängt von deiner Tätigkeit und deinem Umsatz ab.
Effektive Methode: Du deklarierst die vereinnahmte MWST und ziehst die auf deinen Einkäufen bezahlte MWST (Vorsteuer) ab, in der Regel mit einer vierteljährlichen Abrechnung.
Saldosteuersatz-Methode (SSS / pauschal): Du wendest einen für deine Branche geltenden Pauschalsatz auf deinen Umsatz an, ohne die Vorsteuer im Detail auszuweisen. Einfacher, halbjährliche Abrechnung, unter bestimmten Umsatzbedingungen zulässig.
Die Wahl der Methode hängt von deiner Tätigkeit ab; dein Treuhänder kann dir helfen, die vorteilhaftere zu bestimmen.
Die MWST auf der Rechnung
Wenn du steuerpflichtig bist, muss deine Rechnung den angewandten MWST-Satz und den entsprechenden MWST-Betrag angeben (oder einen Bruttobetrag mit ausgewiesenem Satz) sowie deine MWST-Nummer. Eine Schweizer Rechnungssoftware wendet automatisch den richtigen Satz pro Position an und berechnet die Summe, was Rundungs- und Satzfehler vermeidet.
Häufige Fragen
Welchen MWST-Satz wende ich 2026 in der Schweiz an?
Drei Sätze: 8.1 % (Normalsatz, die meisten Leistungen), 2.6 % (reduzierter Satz für Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Bücher und Medikamente) und 3.8 % (Sondersatz Beherbergung). Der Satz kann auf derselben Rechnung von Position zu Position unterschiedlich sein.
Ab welchem Umsatz muss man in der Schweiz MWST verrechnen?
Ab CHF 100'000 Umsatz innerhalb von 12 Monaten wird die Anmeldung für die MWST bei der ESTV obligatorisch. Unter dieser Grenze fakturierst du ohne MWST und gibst weder einen Satz noch eine MWST-Nummer an.
Was ist der Unterschied zwischen der effektiven Methode und dem Saldosteuersatz (SSS)?
Die effektive Methode deklariert die vereinnahmte MWST und zieht die auf den Einkäufen bezahlte Vorsteuer ab (vierteljährliche Abrechnung). Die SSS-Methode wendet einen pauschalen Branchensatz auf den Umsatz an, ohne die Vorsteuer im Detail auszuweisen (halbjährliche Abrechnung, einfacher, unter Umsatzbedingungen).
Wie berechnet SwissFacture die MWST?
Du wählst den Satz pro Position (8.1 / 2.6 / 3.8 %) und SwissFacture berechnet automatisch die MWST, die Summe und die Schweizer Rundung und zeigt anschliessend Satz und MWST-Betrag auf der Rechnung an.
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Informativer Inhalt zur Rechnungsstellung in der Schweiz, ohne Gewähr und keine Rechts- oder Steuerberatung. Prüfe deine Situation mit deinem Treuhänder oder der ESTV.